Taktiles Interface zur Unterstützung von Alltagsgesprächssituationen

Worum geht's?

Alltägliche Face-to-Face Gesprächssituationen nutzen eine Vielzahl von Kommunikationskanälen. Menschen mit einer Beeinträchtigung bei der Erkennung, bspw. der Sehkraft sind durch diesen Umstand in der Interpretation einer Kommunikationssituation benachteiligt, da sie keinen Zugriff auf visuelle nonverbale Informationen haben, wie z. B.  Gesichtsausdrücke. Dies führt dazu, dass eine Gesprächssituation nur unvollständig analysiert werden kann.

An einer Lösung arbeitet der Forschungsprofessor für Sozioinformatik an der FHWS. Das Ziel ist es, die Gesprächssituation mit einem Interface zu unterstützen, das Emotionen erkennt, diese in taktile Reize umwandelt und über einen Vibrationshandschuh mitteilt. Die Lösung stützt sich dabei auf ein Kodierungssystem für Gesichtsmuskelbewegungen und ist gängiger Standard zur Erkennung von Emotionen anhand von Gesichtsausdrücken. Neu ist die Weitergabe essentieller Informationen über den Vibrationshandschuh. So kann einem Sprecher mit Beeinträchtigung während des eigenen Sprechaktes die Mimik des Zuhörers vermittelt werden.

Das Video zeigt die von Anna Kushnir entwickelte Lösung und erläutert die Technik dahinter.

Veröffentlichungen

Wer hat's gemacht?

Anna Kushnir, 3. Semester Masterstudiengang Informationssysteme

Betreut von: Prof. Dr. Nicholas Müller