Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik [welearn.de]

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13.01.12

„Mehr als nur Spielerei“ – die Schüler des P-Seminars Informatik des Gymnasiums Veitshöchheim präsentieren ihre Ergebnisse an der FHWS

Ein gemischtes Publikum aus Schülern, zugehörigen Eltern sowie Studierenden, Mitarbeitern und Professoren der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik der FHWS füllte am Nachmittag des 15.12.2011 den Seminarraum H.1.7 am Sanderheinrichsleitenweg.

13 Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim waren zusammen mit ihrem Lehrer Jochen Schmitt an der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik zu Gast, um ihre Arbeiten, die in drei Schulhalbjahren der Oberstufe 2010-12 während des P-Seminars Informatik entstanden sind, vorzustellen.

Das P-Seminar ist fester Bestandteil der Oberstufe des bayerischen Gymnasiums und beinhaltet neben einem Modul zur Berufsorientierung ein gemeinsames Projekt. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt war dabei Kooperationspartner.

Etwa ein Jahr lang hatten sich die Jugendlichen mit der Programmierung von Software beschäftig, welche die Fernbedienung (Wiimote) der bekannten Spielekonsole Wii nutzt. Konkrete Unterstützung erhielten sie durch Frank Flederer, einem studentischen Mitarbeiter der Fachhochschule. Prof. Dr. Arndt Balzer stand den Schülern als Experte beratend zur Seite und moderierte die Abschlusspräsentation.

Im Projekt verwirklichten die einzelnen Projektteams drei Produkte:

wiiPlayPiano tauften Christian Dambach, Georg Götz, Phillip Kreutzer und Frank Vogeltanz ihre Idee, ein Klavier zu programmieren, das nicht mit Händen, sondern mit Füßen gespielt wird. Dazu projizieren sie eine virtuelle Klaviatur mittels eines Beamers auf den Boden. Eigens hergestellte Schuhe verfügen über eine Leuchtdiode, die beim Auftreten Infrarotlicht emittiert. Die entstehenden Infrarotpunkte werden von der Wiimote wahrgenommen, an den Computer via Bluetooth übertragen und als Klavierton wiedergegeben. Bei der Abschlusspräsentation gab ein Schüler zusammen mit dem betreuenden Lehrer im Duett „Morgen kommt der Weihnachtsmann" zweistimmig zum Besten. Neben dem Klavierton können auch Töne eines Drumsets wiedergegeben werden.

Die Nachbildung eines Tischkickers hatten sich André Greubel, Julian Kleinschnitz sowie Marco und Philipp Waigand zum Ziel gesetzt. Nachdem ihr Versuch, die Bewegung der Griffstange durch Bewegungssensoren zu simulieren mangels Genauigkeit der Messwerte nicht realisiert werden konnte, erstellten sie eine Steuerung durch selbstgebaute Leuchtstäbe, die Infrarotlicht aussenden. Die Bewegung wird ähnlich wie beim vorhergehenden Projekt an den Computer übertragen. Bei der Demonstration ihres Spieles überzeugte nicht nur die Steuerung, sondern auch die Physik des Spiels das Publikum.

In Kinofilmen finden sich immer wieder Szenen, die eine Steuerung des Computers ohne weitere Eingabegeräte zeigen. Die praktische Umsetzung einer Fingersteuerung stellten Tobias Bednarczyik, Fabian Krug, Michael Leeming, Steffen Pohl und Tobias Strobl vor. An einem Baumwollhandschuh befestigten sie dazu an der Spitze von Daumen und Zeigefinger jeweils eine Infrarotleuchtdiode. Die über die Wiimote gemessenen Abstände der Leuchtpunkte geben somit eine Information über die Lage der beiden Finger. Die modular aufgebaute Software erlaubt je nach Anwendungszweck eine Simulation von Mausbewegungen und Tastenklicks.
Überzeugend zeigten die Schüler, wie durch ihre berührungslose Steuerung z. B. ein Malprogramm verwendet werden kann und eine Navigation durch Google Earth möglich ist.

Studierende und Dozenten zeigten sich von der Leistung der Schüler sichtlich beeindruckt und lobten dabei nicht nur die Qualität ihrer Arbeit, sondern auch ihre gelungen Präsentation an diesem Nachmittag.