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13.12.17

Andreas Schütz erhält den Förderpreis der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit

Masterarbeit gibt Aufschluss darüber, wie Unternehmen Mitarbeiter zielgerichtet für das Thema Informationssicherheit sensibilisieren können

Der Masterabsolvent Andreas Schütz (2. von li.) wurde mit dem Wissenschaftsförderpreis der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. ausgezeichnet. (Foto / Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD))

Der Masterabsolvent Andreas Schütz (2. von li.) wurde mit dem Wissenschaftsförderpreis der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. ausgezeichnet.

Andreas Schütz erstellte seine Masterarbeit zum Thema „Sensibilisierung der Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen für das Thema Informationssicherheit“. (Foto / Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD))

Andreas Schütz erstellte seine Masterarbeit zum Thema „Sensibilisierung der Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen für das Thema Informationssicherheit“. (Fotos / Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD))

Andreas Schütz, Masterabsolvent des Studiengangs Informationssysteme an der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik, wurde mit dem Wissenschaftsförderpreis der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. (GDD) ausgezeichnet. Für seine Masterarbeit mit dem Titel „Sensibilisierung der Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen für das Thema Informationssicherheit“ erhielt er ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Die Verleihung fand im Rahmen der 41. Datenschutzfachtagung (DAFTA) im Maternushaus in Köln statt. Die Arbeit wurde aus einer Vielzahl von Einsendungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen ausgewählt. Professor Dr. Jan von Knop, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der GDD, lobte in seiner Laudatio die Relevanz des Themas und die wissenschaftliche Exzellenz der Arbeit.

Die Masterarbeit von Andreas Schütz wurde von Professorin Dr. Kristin Weber betreut und behandelt den menschlichen Faktor in der Informationssicherheit. Der Mitarbeiter wird bei den meisten Attacken auf Informationssysteme als Angriffsziel ausgenutzt. Daher kommt dem Menschen eine enorme Bedeutung zu, wenn es darum geht, Daten und Informationen zu schützen. Gängige Maßnahmen scheitern allerdings dabei, den Mitarbeitern ihre wichtige Rolle bewusst zu machen, und zielen nur darauf ab, das Wissen über die Informationssicherheit zu erhöhen. In der Arbeit untersucht Andreas Schütz Verhaltensmodelle aus der Sozialwissenschaft und interpretiert diese im Kontext der Informationssicherheit. Es zeigt sich, dass das menschliche Verhalten von vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren gebildet wird. Wissen, Fähigkeiten, Überzeugungen oder auch Gewohnheiten einer Person bestimmen mit welcher Wahrscheinlichkeit sie ein bestimmtes Verhalten ausgeführt. Um Maßnahmen zu entwickeln, die auf das Verhalten einer Person abzielen, ist es daher wichtig, herauszufinden, mit welchen Hindernissen, falschen Überzeugungen oder sonstigen Problemen die Person im Hinblick auf das Verhalten konfrontiert wird.

Andreas Schütz erarbeitete in seiner Arbeit ein Kausaldiagramm um die verschiedenen Einflussfaktoren auf das menschliche Verhalten darzustellen und aufzuzeigen wie das Arbeitsumfeld auf diese Faktoren einwirkt. Außerdem entwickelte er einen Prozess mit dem es kleinen und mittleren Unternehmen möglich ist, diese Erkenntnisse im Rahmen der Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems zu nutzen. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden aktuell im Rahmen eines Hochschulprojektes an der FHWS praktisch erprobt. Andreas Schütz führt das Thema seiner Masterarbeit außerdem in seiner Promotion weiter fort.